Der Weg zu meiner ersten Highline

Diesen
Samstag, 24.07.10, sollte es endlich so weit sein. Das Material habe
ich bereitliegen und ein kleiner Highlinespot für unsere ersten
Wackligen Schritte in einigen Metern höhe stand bereit. Es sollte die
Brücke bei Bockelberge werden.

Eigentlich ein Idealer Platz. Der Aufbau ist leicht zu machen.
Die Line selber ist knapp 6m über den Brückenboden als Hoch genug auch
für etwas längere Leashes und stürze in der mitte der Line. Und die
Länge der Line liegt bei 13m lässt sich also sicher Kontrollieren und
einfach Laufen wenn nicht zu stramm gespannt wird.

Die Brücke selber liegt sehr abgeschieden über die Aller. Sehr
selten kommt mal ein Traktor vorbei und eins zwei Radfahrer. Da die
Straße nach jeder seite wenigstens 500m geradeausgeht sieht man auch
rechtzeitig wenn jemand angejuckelt kommt so das man nicht gerade dann
losläuft. Leider machten wir die Rechnung ohne einen alten
Angler der sich wohl gestört fühlte und klammheimlich die Polizei reif.
Es dauerte trotzdem noch ca. eine Stunde ehe ein Streifenwagen zu
unserer völligen Überraschung aufgetaucht ist. Übrigens der erste den
ich hier hinten je gesehen habe. Diese erhielten einen
Funkstruch das mehrere Halbstarke Seile über die "Autobahn" spannen und
verschiedene Verkehrsteilnehmer dadurch behindert wurden. Die Beamten
waren zwar ganz Nett und irgendwie fanden sie die ganze Geschichte auch
selber Intressant und Professionell aber wir mussten dennoch sofort
unsere Sachen packen und abbauen. So waren wir kurz vor den
fertigwerden des Aufbaus auch schon wieder mit den abbau beschäftigt.
Tolle Wurst.

Da ich allerdings noch dieses WE meine Highline haben wollte
verbrachte ich den Sonntag damit eine neue Stelle zu suchen. Ich wurde
fündig in der südlichen Lüneburger Heide "Harzer Berge". Dort gab es
wenigstens ein paar kleine Senken so das ich ein ca. 7m hohe Highline
drüber spannen konnte.

Da ich nun nur noch alleine Unterwegs war und der Platz nicht
sonderlich Fotogen ist sind die Bilder auch nicht so gut geworden wie
gewünscht. Der Aufbau selber zog sich etwas hin und dauerte 1,5 Stunden.


Der Aufbau bestand aus der Slack and Soft Slackline von
Slackline Tools die per Ellington Flaschenzug gespannt wurde.
Eigentlich ist die Bruchlast von 2,1t viel zu gering für eine Highline
aber mit der Berücksichtigung das die Line selber sehr Slack (also mit
wenig vorspannung) aufgebaut wurde und das Redundante Band 4,5t
Bruchlast aufweißt klingt das alles doch schon viel vertrauenswürdiger.

Die fertige Line war dann 17m lang und hatte eine höhe die von
2,5m am Startpunkt bis zu 7m am tiefsten Punkt reicht. Der Start war
also die gefährlichste Stelle weil man dort in falle eines Sturzes noch
auf den Boden aufschlagen könnte. Allerdings war selbiger sehr weich
durch viel Laub und der Boden viel auch recht schnell ab so das nach
wenigen schritten bereits genügend höhe vorhanden war.

Um zu starten musste ich übrigens erstmal an die Line springen
und mich hochziehen. Dann konnte es per Sitzstart losgehen. Hier
sind die restlichen Bilder der Begehung, die übrigens eine Onsight
Fullman war. Später stürzte ich auch noch in die Line davon war ein
Sturz kontrolliert und einer eben nicht. Beide waren aber absolut
Sicher da ich noch mindestens 2,5 m Luft zum Boden hatte.



